Jaja, Weihnachten geht an niemandem spurlos vorüber. Schon gar nicht an uns Leseratten.

Meistens ist es ja die Waage die uns nach Weihnachten so ein bisschen die Laune verdirbt – vor allem, wenn sie anzeigt, dass die neuesten Buchzugänge die Belastbarkeit des Bücherregals so langsam aber sicher bis zum Geht-Nicht-Mehr ausreizen. Zumindest bei denen, die ihre Bücher nicht nur einfach ins Regal stellen sondern sie stapeln, in mehreren Reihen hineinstellen und darüber auch die letzten Hohlräume ausnutzen. Wenn Bücher nicht ein wesentlich besserer Zeitvertreib wären, würde ich demnächst wohl besser in Billy-Regale investieren.

Aber die lassen sich halt so schlecht mitnehmen – und unterhaltsam sind sie nur, wenn man darin viele hübsche Bücher findet.

A propos Mitnehmen. Da gibt es noch eine weitere – in diesem Fall positive – Weihnachtsauswirkung: Eine Büchertasche. Gibt es bei Thalia, wenn ich mich nicht ganz doll täusche. Meine ist knallgrün und in lila steht „Lieblingsbuch“ aufgestickt darauf. Passt genau ein Buch hinein (das was ich bisher ausprobiert habe, hatte mehr als 500 Seiten), was dann endlich ohne abgestoßene Ecken oder nasse Flecken überall mit hingeschleppt werden kann. Heißt für mich im Klartext: Endlich meine dicken Schmöker mitnehmen, ohne dass ich mir Sorgen um meine hübschen Büchlein machen muss.

Gleich ausprobiert hab ich das natürlich direkt nach den Weihnachtsferien – und bin begeistert! Auch wenn das natürlich wieder ungeahnte Konsequenzen nach sich zog:

Seit Mitte November, als meine Eltern es mir von einem „Grabbeltisch“ aus Bielefeld mitbrachten, las ich an Frank Borschs „Pan-Thau-Ra  01 Die Lebenskrieger“. Das ist – man kann es sich bei mir im Moment fast denken – ein Perry Rhodan. Nur halt als Taschenbuch. Da schreiben die Autoren halt nicht Heftweise, sondern Buchweise. Band 1 ist von Frank Borsch, Teil zwei dann von Andreas Brandhorst und der letzte Teil dieser Trilogie ist von Mark Hillefeld. Jedenfalls habe ich immer nur Abends und am Wochenende lesen können – denn mit in die Uni schleppen wollte ich es (obwohl Mängelexemplar) nicht. Und Abends war ich meist zu müde, am Wochenende hatte ich immer viel zu tun. Die Zeit die ich in Bus und Bahn verbringe um zur und von der Uni zu kommen, hätte ich also gut und gerne in die Bücher investieren können – ist ja „leere Zeit“ irgendwie.

Nun kann ich das – und siehe da, ich bin mit den letzten 250 Seiten von Pan-Thau-Ra 1 innerhalb der letzten Woche fertig geworden. Auch da gab es natürlich einen Haken – näblich die Bände 2 und 3. Inzwischen gibt es alle drei Bücher in einem Band – was mir aber herzlich wenig gefiel – wenn, dann möchte ich alle Bücher möglichst passend zueinander haben. Also schnell mal das Online-Buchparadies das nach einem Fluss benannt wurde aufgerufen und geschauf was der Spaß denn kostet. Der Preis hat mich jedoch weniger verschreckt (12€ pro Buch, aber dafür je knapp 500 Seiten Lesestoff), vielmehr war die Amazonsche Aussage „nur noch 1“ bzw. „nur noch 2 auf Lager“, das was mich fast in Panik versetzt hat. Band 1 war also vermutlich doch kein wirkliches Mängelexemplar, sondern eher ein Buch, dessen Preisbindung abgelaufen war. Und den Folgebänden schien es bald ähnlich zu gehen.

Langer Rede kurzer Sinn: Nun liegen hier alle drei Bände hübsch nebeneinander. Und die Konsequenz der Buchtaschen ist wohl, dass man zwar a) seine Lieblinge gut geschützt transportieren kann, aber dafür b) auch viel mehr Lesestoff benötigt. Sozusagen die Nebenwirkungen.

Wie gut, dass ich damit leben / lesen kann.

Estel

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