Was lange währt, wird endlich gut… Oder so ähnlich. Nun folgt endlich Teil zwei der Rezensionsreihe zur Pan-Thau-Ra-Trilogie

Geschrieben wurde “Pan-Thau-Ra 2 – Die Trümmersphäre” von Andreas Brandhorst.

Ausgabe von 2005 / Erhalten Dezember 2009 / Gelesen Anfang Jan. 10 – Mitte Jan. 10

Für Perry-Einsteiger geeignet? Nur wenn das erste Buch auch gelesen wurde, ansonsten nicht. Das gilt aber auch für „eingefleischte“ Perry-Fans

Der erste Satz…

„>>Morgen um diese Zeit bist du tot.<<„

… führt uns direkt in eine bezaubernde Geschichte: Sie handelt von Karn-Terg, einem in misskredit gefallenen Loower, der vor der Einkehr der Loower ein Pilot war, nun aber als Strafe für ein Verbrechen zum Kinderwart wird und als solcher über den Nachwuchs der Loower zu wachen hat.

Dies ist einer der – wieder – vier Handlunsebenen, welche sich durch das gesamte Buch ziehen. In einer anderen Ebene begleitet man als Leser Gucky, welcher von Bull auf die Suche nach Perry geschickt wurde. Mit diesen beiden treibt man sich dann in den letzten beiden Handlungssträngen rum.

Auch dieser Teil der Trilogie fesselt – besonders durch die Erzählungen des Kinderwarts, die viel Licht ins Dunkel bringen, was die vermeintlich sinnlose Schlacht anbelangt. Er ist ein interessanter Charakter – vor allem die Wandlung, die er durchmacht, ist gut geschildert, wenn auch vielleicht ein wenig vorhersehbar. Ohne seine Geschichte würden die Hintergründe der ganzen Ereignisse nur „abgehandelt“ – so bekommen sie ein Gesicht, das einen mitfühlen lässt, sehr sogar.

Bullys Sorgen um seinen besten – und wahrlich ältesten – Freund sind ebenfalls nachvollziehbar, hinterlassen aber (jetzt aus der Entfernung gesprochen) nicht den gleichen intensiven Eindruck. Vermutlich, weil man als Leser ganz genau ahnt bzw. weiß, dass Perry doch wieder überleben wird. Das ist der Perry-eigene Spannungskiller um den alle Autoren irgendwie herumarbeiten müssen. Bedenkt man diesen Spannungskiller sind die jeweiligen Szenen jedoch gut geschrieben.

Gucky dagegen wirkt etwas blass, trotz der typisch frechen Sprüche. Aber man kann ja nicht alles haben, oder?

Perrys Erlebnisse geben dagegen einen klasse Einblick in die Hintergründe, hinter die er zumindest in Teilen kommt. Seine Erlebnisse sind der genaue Gegenpart zu den Erzählungen des Kinderwarts: Dessen Geschichte ist recht ruhig, Perrys Erlebnisse typisch actiongeladen. Doch genauso wenig wie die ruhigen Teile des Buches langweilig sind, erlebt Perry irgendwelche Gemetzel – viel mehr sind seine Erlebnisse von einer gewissen Schnelligkeit geprägt.

Insgesamt erahnt man im zweiten Teil der Trilogie schon eine Richtung bezüglich der Hintergründe des Bruderkrieges der Loower, wirklich alle Fragen sind jedoch nicht geklärt, vielmehr wurden neue Fragen aufgeworfen, die nun in Teil drei beantwortet werden müssen.

Cover:

(Quelle: Amazon.de)

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