Geschrieben wurde “Pan-Thau-Ra 3 – Die Quantenfestung” von Marc Hillefeld.

Ausgabe von 2006 / Erhalten Dezember 2009 / Gelesen Mitte Jan. 10 – Anfang Feb. 10

Für Perry-Einsteiger geeignet? Nur wenn die Teile eins und zwei auch gelesen wurden, ansonsten nicht. Das gilt aber auch für “eingefleischte” Perry-Fans.

Der erste Satz…

“Im Gegensatz zur Auffassung der meisten Menschen verläuft eine Raumschlacht alles andere als lautlos.”

… führt uns direkt mitten in das Geschehen: Perry ist in dieser Sequenz – wie auch in den folgenden, die an Bord eines der leitenden Loower-Schiffe spielen – Beobachter einer gigantischen Raumschlacht, in die er nicht eingreifen kann. Er ist „Gast“ eines der beiden Brüder und darf Fragen stellen – ob er Antworten bekommt ist jedoch fraglich.

Wieder gibt es verschiedene Ebenen: Perrys an Bord des Loower Schiffes, die Erlebnisse eines Biophoren – eines jener Wesen an Bord der Pan-Thau-Ra, welche die Loower so erbittert auszurotten versuchen. Dann ist da natürlich auch wieder die Handlungsebene von Gucky, der immer noch versucht Perry zu finden und zu retten. Und Bully spielt auch wieder eine große Rolle, ahnt er doch, dass die ganzen „kleineren“ Schlachten (wenn man hier von klein reden kann) nur Geplänkel in Vorbereitung auf die wirklich große „Endschlacht“ sind.

Diese will er verhindern, oder immerhin versuchen einzugreifen. Und dafür muss er natürlich den Ort kennen, an dem sie stattfinden soll. Um aber nicht die ganze Zeit tatenlos rumzustehen, macht er sich in einem kleinen Schiff auf die Suche nach Hinweisen über die Hintergründe der Loower-Schlacht sowie ihrer Technologie. Und natürlich hofft er auch auf Hinweise zu  Perrys Verbleib.

Gucky wird immer noch nicht schlau aus seiner Begleitung, stolpert aber von einer schwierigen Situation in die nächste, typisch Gucky halt. Herausfinden kann er dabei aber so einiges.

Herausfinden wollen auch einige Terraner was, die auf dem Loower-Planeten, der aus Band 2 bekannt ist, etwas seltsames gefunden haben und nun versuchen einen gewaltigen Schutzschirm zu knacken um die ganzen Fragen hoffentlich beantworten zu können, die dieses „Artefakt“ aufgibt.

Immer wieder wird jedoch auch eine Sequenz eingeschoben, die nicht so recht passen mag, kann man sie als Leser doch kaum einordnen. Es sind die Gedanken eines Wesens mit scheinbar sehr großer Macht, sehr großen Kräften. Wie sie mit all dem zusammenhängt kommt erst am Ende der Geschichte heraus.

Nicht nur dadurch ist das Buch – fast schon mehr als die vorhergehenden Bände – sehr spannungsgeladen und lässt einem als Leser kaum die Gelegenheit bei einer „ruhigen Stelle“ das Buch zuzuklappen um zumindest ein bisschen Schlaf zu bekommen…

Mich persönlich hat besonders die Geschichte der Biophoren fasziniert, da sie im Laufe der Zeit erkennen müssen, dass wenn sie sich nie wehren, ihre Kultur untergehen wird. Wenn sie sich aber wehren, brechen sie mit ebendieser Kultur, die nicht nur sehr friedlich ist, sondern das Leben als solches um jeden Preis schützt. Biophore sehen jedes Lebewesen als eine Tür in ein einzelnes Universum – eine Einstellung die mich sehr an Buddhisten erinnerte, und sehr beeindruckt hat. Auch wenn sie letztlich doch die Konfrontation suchten um ihr eigenes Leben – ihr eigenes Universum – zu retten.

Das Ende des Buches kam sehr plötzlich – und hat mir, wenn ich den Epilog mit bedenke, so gar nicht gefallen. Ohne Epilog war das Ende jedoch sehr schlüssig, gut geschrieben und spannend bis zur letzten Seite. Jeder muss jedoch selbst entscheiden, ob der Epilog was für ihn ist oder nicht.

Fazit zur Trilogie:
Nichts für Einsteiger, aber Nicht-mehr-so-ganz-Perry-Neulinge werden ihren Spaß haben, sofern sie Geschichten mögen, in denen Perry und co. vielleicht auch nur Randhauptfiguren sind. Auch sind die verschiedenen Handlungsstränge die noch dazu zu verschiedenen Zeiten spielen nicht jedermanns Sache, und immer neue Figuren in jedem einzelnen Band machen das Lesen bei den Übergängen zwischen den Büchern etwas anstrengend.

Cover:

(Quelle: Amazon.de)

Advertisements