Dieses Jahr wird Perry Rhodan 50 – also die Serie, unser guter Perry hat ja inzwischen ein paar tausend Jährchen mehr auf dem Buckel. Ich bin bald 21 – jeder der rechnen kann wird also einsehen, dass man mich nicht als „Fan der ersten Stunde“ bezeichnen kann. Das gilt allerdings nur für die Erstauflage, Atlan-Heftreihen, Silberbände… okay, okay, es gilt für alles aus dem Perryversum außer Perry Rhodan Action.

Perry Rhodan Action ist eine Heftromanserie die in der „guten alten Zeit“ spielt – nämlich in der Anfangszeit der Perry-Storyline, im 22. Jahrhundert – und nicht wie zur Zeit die Erstauflage im Jahr 5050. In Mini-Zyklen á 12 Heften erschien PRA zweiwöchentlich von April 2008 bis August 2009, als sie schließlich eingestellt wurde.

PRA war der Versuch a) Action in der Handlung stärker zu betonen, aber vor allem b) heutige Autoren auf die damalige Zeit loszulassen. Es ging darum die Faszination der Anfangszeit aufzugreifen – und vielleicht den ein oder anderen Neuleser zu ködern.

Bei mir hat das gewirkt – denn mal ehrlich: Wenn man am Kiosk Hefte mit einer Nummerierung sieht, die weit über die 2000 hinausgeht, dann fühlt man sich doch etwas erschlagen. Oder überfordert. Oder beides. Ich persönlich war aber schon immer neugierig auf diese Hefte, von denen meine Eltern – beide früher Perry-Leser – schon so viel erzählt hatten. Ein Mann der auf dem Mond Außerirdische trifft – mit einem ungeahnten technologischen Vorsprung! Kann sein, dass das eine Nebenwirkung vom Geburtsjahr 1990 ist, aber allein die Vorstellung, dass dieser Mann die Technik nicht einfach seinem Land als Kriegsmittel überlassen hat sondern genutzt hat um die Menschheit zu einen (und um das Universum zu erkunden), hat mich nicht mehr losgelassen. Addiert man dazu mein Interesse an allem „was da oben möglich sein könnte“, ist es logisch, dass die Heftserie mich über kurz oder lang in ihren Bann ziehen würde.

Doch 2000-hastenichgesehen? Ohne mich.

Aber dann kam PRA – und für mich die Gelegenheit mir diese Serie mal genauer anzuschauen. Vor allem zu einer Handlungszeit die  auch für Neulinge zumindest halbwegs überschaubar wirkt. Und dann war ich mittendrin in einer Welt, in der Aliens auf der Erde ein-und ausgingen, Mutanten unvorstellbare Fähigkeiten besaßen und das Leben so viel faszinierender wirkte als die Realität. (Ich muss dazu sagen, 2008 schrieb ich gerade Abitur als die ersten Hefte erschienen, da war mein Leben weniger faszinierend als vielmehr angsteinflößend.)

Umso trauriger war ich, als 2009 dann das letzte Heft erschien. Gut, statt dem einen geplanten 12-Hefte-Zyklus gab es sogar 3 dieser Staffeln, aber irgendwie reichte mir das nicht. Also musste ab Heft 2500 doch die Erstauflage herhalten und nebenbei habe ich die alten – leider leicht müfflig riechenden – Silberbände (1-9) meiner Eltern aus dem Keller gekramt.

Aber ehrlich?

Irgendwie fehlt mir PRA immer noch. Ja, die Erstauflage ist spannend, die Charaktere größtenteils faszinierend, die Geschichten gut geschrieben. Aber mir fehlen die alten Charaktere – Betty Toufry, Tako Kakuta oder Iwan Iwanowitsch Goratschin. Oder die neuen Charaktere in der alten Zeit – Tanisha, das ganz besondere Mutantenkind. Oder Lazaru, der war echt klasse – ich hab mich riesig gefreut, als er, der er in der ersten Staffel vorkam, plötzlich auch in der dritten auftauchte.
Was wenn nun totgesagte wirklich länger Leben und PRA ein Revival erleben würde? Ich wäre dabei – auch mit chronisch leerem Studentengeldbeutel.

Bei Facebook gibt es nun eine Seite, die möglicherweise, eventuell, vielleicht der Beginn des Neuanfangs ist:

http://www.facebook.com/#!/pages/Relaunch-f%C3%BCr-Perry-Rhodan-Action/179445155431993

Ich hoffe, dass ganz viele den „Gefällt mir“/“Like“-Button drücken 🙂

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