Wer kennt sie nicht, die ewige Debatte um Integration in Deutschland? Auf der einen Seite die Deutschen, die intolerant sind, auf der anderen Seite die Muslime, die integrationsunfähig sind – so sieht die Ausgangssituation aus (zugegeben sehr überspitzt).

Was fehlt der ganzen Debatte? Richtig, eine gehörige Prise Humor! Und die bringt Birand Bingül in „Der Hodscha und die Piepenkötter“.

Die Hauptfiguren bilden eine Konstellation, die mehr als einmal zum Schmunzeln einlädt: Der Hodscha, ein sehr streitlustiger Mann, will eine neue Moschee. Die Piepenkötter, Oberbürgermeisterin im Wahlkampf, will die Wahl nicht verlieren und kann Moschee-Pläne nun so gar nicht gebrauchen. Und die Kinder der Beiden? Verlieben sich ineinander.

Ohne viel von der Handlung vorweg nehmen zu wollen: Birand Bingül versteht es, ein emotional aufgeladenes Thema mit viel Humor locker zu verpacken, ohne dass es lächerlich wirkt – im Gegenteil: Man lernt beide Standpunkte und – noch wichtiger – die Beweggründe der jeweiligen Seite besser kennen.

Als Leser kann man nur hoffen, dass bald ein Folgeband erscheint. Absolut empfehlenswert!!!