Category: Krimi / Thriller


Max Landorffs Erstlingswerk „Der Regler“ verspricht viel – doch hält er auch was er verspricht?

Der erste Teil des Buches war richtig spannend – man bekam unterschiedliche Figuren präsentiert, die scheinbar alle mehr oder weniger Geheimnisse zu hüten hatten. Man konnte recht gut miträtseln was denn nun weiter passieren würde, oder wer die Morde begangen haben könnte.

Dann kam der Bruch: Teil 2. Und ab da muss ich sagen, hat mir das Buch nicht mehr wirklich gefallen. Nicht nur, dass es ein Spannungsbruch war, auch war dieser zu offensichtlich und spätestens da habe ich dann schon auf die richtige Figur getippt, die es am Ende schließlich auch war. Teil 3 war für mich damit quasi nur die Bestätigung meiner bisherigen Erwartungen – sogar, auch wenn das letztlich offen gelassen wird, die Epilogszene war für mich irgendwie… klar.

Hätten die Teile 2 und 3 den Stil von Teil 1 weitergeführt, wäre die Geschichte insgesamt vermutlich „runder“ rübergekommen. So habe ich mich leider ein wenig über den Epilog-Satz, man hätte diese Auflösung unmöglich voraussehen können, geärgert.
Vielleicht habe ich aber auch nur zu viele Krimis gelesen oder Krimiserien gesehen, dass ich mittlerweile eine ganz gute Nase für die Auflösung habe.

Insgesamt:
Die Storyidee finde ich spitze! Eine Art privat agierender James Bond, Verschwörungen, bisschen Psychologie – eigentlich die Mischung die ich mag.
Die Umsetzung ist zum Teil gelungen, zum Teil liegt es wie gesagt vielleicht auch an mir 🙂

Als Erstlingswerk nicht schlecht, leider jedoch ein wenig zu durchsichtig. Einen neuen Versuch bei einem neuen Buch von Max Landorff würde ich aber dennoch wagen.

Geschrieben wurde Todesrätsel von Shelley Freydont, es ist der zweite Teil ihrer Sudoku-Krimireihe. Teil 1 heißt Tödliches Sudoku.

Ausgabe von 2008 / Erhalten September 2010/ Gelesen Mitte Dez. 10

In „Todesrätsel“ schreibt Shelley Freydont abermals über die Kleinstadt Granville und einen Mordfall, der sich um Sudokus dreht.
Wieder ist Kate hierbei nicht nur in die Ermittlungen verwickelt, sie versucht auch nebenbei noch sich um ihren Schützling zu kümmern, sich den kleinkarierten Bewohnern ihrer Heimatstadt anzupassen und ihr geerbtes Museum für Rätsel zu leiten. Und dass sie dem neuen Chief bei den Ermittlungen nicht in die Quere kommen soll, sich von ihm aber eigenartig angezogen fühlt macht die Sache nicht leichter.

Ich möchte hier nicht zu viel verraten – nur dass es a) besser ist den Vorgänger „Tödliches Sudoku“ zu lesen, b) das Buch zwar nicht mit super-genialen Wendungen aufwarten kann es aber c) ein toller Schmöker für ruhige Wintertage ist (es spielt im Winter), der wirklich Freude bereitet, auch wenn manches vielleicht etwas vorhersehbar erscheint.