Category: Rezensionen


Geschrieben wurde Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein von Maximilian Buddenbohm.

Testleser-Buch von Lovelybooks.de

Ausgabe von 2010/ Erhalten Dezember 2010/ Gelesen Ende Dez 10

„Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein“, ist ein Buchtitel, der mich sowohl angesprochen, als auch irgendwie abgestoßen hat. Angesprochen, weil ich, nur wenige Monate nach meinem ersten (bewusst erlebten) Urlaub am Meer nahezu jeden Tag an diese Zeit zurück denke. Abgestoßen hat mich der Titel aber irgendwie, weil er so … falsch in meinen Ohren klang. Mir fehlt es nämlich sehrwohl am Meer zu sein, weshalb ich gespannt war, was der Autor mit diesem ungewöhnlichen Titel denn bezweckt.

Das Buch ist eine Anekdotensammlung mit Geschichten, die sich so, oder so ähnlich, oder vielleicht auch gar nicht so ähnlich zugetragen haben. Es sind die Erinnerungen eines Jungen aus Travemünde, der dort aufwächst, Touristen und Einheimische beobachtet und sich so seine ganz eigenen Gedanken zu jedem einzelnen macht.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen – die Geschichten sind allesamt interessant und flüssig zu lesen, mal amüsant, mal nachdenklich stimmend, aber immer irgendwie mit einer ganz eigenen Faszination. Besonders gefallen haben mir die teilweise tiefgründigen Erkenntnisse, die quasi nebenbei einfließen und mich als Leser immer wieder haben selber nachdenken lassen.
Was mir nicht ganz so gefiel, ist dass – so kam es jedenfalls bei mir an – diese Faszination Meer einfach als Macke der Touristen abgetan wurde. Touristen mögen den Geruch von vergammelndem Tang, Touristen gucken sich blöde die vielleicht wirklich banale Küste an. – Ich selber lebe seit fast 16 Jahren in Dresden, und ertappe mich immer wieder dabei, wie ich – den Touristen aus aller Welt nicht unähnlich – die Schönheit dieser Stadt bewundere, auch an vermeintlich banalen Ecken. Ich denke, Faszination Meer und Faszination Dresden sind sich ähnlich: Nämlich für jeden unterschiedlich. Sowohl für Einheimische als auch Besucher.
Diese Differenzierung hat mir gefehlt.

Ansonsten ein schönes Buch, tiefgründig, amüsant, kurz: Die richtige Lektüre für die Ferien – selbst wenn es die Weihnachtsferien sind 😉 Aber die Aussage des Titels müsste für mich dennoch eine Winzigkeit abgeändert werden:

Es fehlt mir am Meer zu sein.

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Vor ungefähr zwei bis zweieinhalb Jahren habe ich einen sehr ungewöhnlichen Leserbrief geschrieben – fünf Wordseiten lang, und über mehrere Wochen hinweg geschrieben. Der ging damals an Christian Montillon, LKS-Onkel und Exposéautor von Perry Rhodan Action, nachdem ich eine ganze Weile damit zugebracht habe den (abiturbedingten) Rückstand beim Lesen der PRA-Hefte aufzuholen. Übrigens wurde ein kleiner Teil dieses Briefes auf der letzten LKS mit Leserbriefen von PRA auch veröffentlicht.

Damals habe ich den Versuch, mich wieder an die aktuelle Handlung „ranzulesen“ als Aufholjagd bezeichnet. Die Aufholjagd 2.0 bezieht sich also auf was ganz ähnliches: Gestern, am 5.11.2010 erschien Heft Nr. 2568 der Erstauflage – und ich bin gerade bei Heft 2534 angekommen. Alles klar? Ich muss wirklich ein „bisschen“ was nachholen, wenn ich, das ist trotz Unistress mein Ziel, Pünktlich zum Staffelende (Heft 2600) wieder in der aktuellen Handlung ankommen will.

Glücklicherweise habe ich im Moment das Glück, jede Woche ca. zwei oder drei Hefte lesen zu können, macht insgesamt dann gute drei bis vier Monate… Ist also noch zu schaffen – hoffe ich!

Seit ich aus Spanien zurück bin, bzw. seit ich den Andromeda-Wälzer beendet habe, hab ich „schon“ die Hefte 2524 bis 2533 gelesen, wie gesagt 2534 ist momentan „in Arbeit“. Soweit ist die Handlung ziemlich gut, die Frequenz-Monarchie ist ein typischer Gegner, bissl besser als die guten Terraner, völlig unbekannt daher auch nicht durchschaubar – aber, soweit sich das bisher überblicken lässt, kein zu übermächtiger Gegner.

Was mich jedoch stört ist, dass die Handlung immer so abrupt umschaltet – im einen Heft geht es noch um Perry, seine Begleiter und die Erlebnisse im Polyport-Netz und im nächsten plötzlich um Atlan, Gucky und irgendwelche eigenartigen Planetenvölker. Mir ist schon klar, dass man schlecht Perry alles im Alleingang machen lassen kann – aber ich fänds besser wenn der Namensgeber der Heftserie nicht einfach mal zehn Hefte lang so gar nicht vorkommt, dann nur zwei oder drei Hefte wieder da- danach aber schon wieder weg ist! Da könnte man „Perry Rhodan“ ja gleich in „Perrys lustige Kumpel und… ach ja, Perry“ umbenennen.

Okay, zugegeben, jetzt werd ich fies. Ich gehöre wohl aber zu den Lesern, die die Reihe wegen des Titelhelden (und natürlich auch wegen der „lustigen Kumpel“) lesen. Und ich mag es nunmal nicht, wenn die Hauptfigur über längere Zeit in einer Szene hockt, als hätte man in einem Film auf „Pause“ gedrückt – nur um besagten Titelhelden wieder loslaufen zu lassen, wenn die Nebenfiguren den Weg bereitet haben, oder zumindest auf ihre eigenen Kosten gekommen sind. In der Hinsicht fehlt mir PRA ein wenig – zwar ist die Handlung der Erstauflage durchaus spannend, aber es ermüdet irgendwann, wenn man sich von Heft zu Heft immer wieder auf einen neuen Schauplatz inkl. neuer Akteure einstellen muss. Das war bei PRA schon durch die 12-Heft-Zyklen nicht möglich.

Nun gut, ich werde mich weiter an die „Gegenwart“ ranlesen, und hoffe dass ich nach Heft 2534 nicht wieder zehn Hefte auf meinen Lieblingsprotagonisten warten muss. Weitere Meinungen zur Handlung gibt es dann wieder hier, wenn ich was zu meckern gefunden hab 😉

 

Eine kleine Anmerkung vorweg: Da dieses Buch wirklich ein ganz besonderes ist, werde ich mich nicht – wie bisher – an mein Rezensions-Schema halten. Und ich werde auch nicht jedes Buch einzeln rezensieren – das würde a) zu Unizeiten (die gerade wieder angebrochen sind) gar nicht möglich sein und b) das Buch unnötig „zerstückeln“. (Ach ja, die Bücher die ich vor diesem gelesen hab, werden natürlich auch noch rezensiert, keine Frage!)

Also:

Perry Rhodan – Andromeda ist ein Sammelband, in dem alle sechs einzeln erschienenen Bände zusammen gefasst sind. (Das ist zwar schonender für den Geldbeutel, aber nicht für die Handgelenke, die den Trümmer halten müssen!) Das sind:

Die brennenden Schiffe von Uwe Anton

Die Methanatmer von Hubert Haensel

Der schwerelose Zug von Leo Lukas

Die Sternenhorcher von Frank Böhmert

Der Schattenspiegel von Frank Borsch

Die Zeitstadt von Ernst Vlcek

Der Sammelband erschien 2005, gekauft habe ich ihn Anfang August 2010, gelesen von Mitte September 2010 bis Anfang Oktober 2010.

Anzahl der Seiten: 1068.

Cover: (Quelle: Amazon.de)

Worum geht es?

Der Band  Die brennenden Schiffe beginnt zunächst recht harmlos – Perry scheint nur mal eben ein wenig übergeschnappt zu sein. Nein, mal im Ernst, Perry wird gleich zu Beginn des Buches von einer wunderschönen, wenn auch reichlich unwirklich erscheinenden, unbekannten Frau geweckt. Die kann zudem auch nicht vom Schiffsrechner angemessen werden, theoretisch ist sie also gar nicht da.

Diese unbekannte Frau ist aber nicht (nur? ;)) zu ihrem Vergnügen da, vielmehr bittet sie Rhodan um Hilfe. Wobei und vor allem wo er helfen soll ist dabei jedoch unbekannt. Perry wäre aber wohl kaum Perry, wenn er sich nicht auch auf blauen Dunst hin aufmachen würde um wem auch immer zu Hilfe zu eilen.

Mit einer kleinen Crew, die in diesem und den folgenden Büchern auch immer wieder näher vorgestellt wird, macht er sich auf in Richtung Andromeda, sozusagen der „Nachbar“-Galaxis von der Milchstraße. In dieser Richtung, so Perrys Gefühl (vermutlich von Kiriaade, der geheimnisvollen Frau, beeinflusst) liegt die Bedrohung. Eine eigenartige Barriere am Rande Andromedas, welche das kleine Schiff nur mit großer Not zu durchstoßen vermag, bestätigt diese Vermutung. Irgendwas geht in Andromeda nicht mit rechten Dingen zu.

Was das ist wird nun auf meist zwei oder drei Ebenen erzählt – aus der Sicht der Crew (und Perry antürlich), ebenso wie aus der sicht einer tefrodischen Ärztin, die einen der Überfälle der „brennenden Schiffe“ überleben konnte. Kastuns, das sind die brennenden Schiffe, überfallen seit einiger Zeit immer wieder Welten Andromedas, zunächst nur sporadisch, schließlich jedoch immer gezielter. Die Tefroder, eines der größten Raumfahrenden Völker Andromedas, können sich, wenn ihnen die Flucht gelingt, nur noch selber retten. Gegenwehr ist scheinbar ausgeschlossen.

Die Hoffnung der Terraner ist folglich, bei den Maahks, einem weiteren großen Volk, welches meist verstekter lebt als die Tefroder, Hilfe zu erhalten. Zu den geheimen Stützpunkten dieses Volks führt sie ein Überlebender eines der Kastunangriffe: ein Maahk, der eine besondere Neigung zu allem hat, was fühlen kann (Maahks können bekanntermaßen ja nur rational folgern, und keine Emotionen spüren). Er ließ sich deshalb eine Maschine imlantieren, welche ihn Gefühle verstehen lässt, was im Laufe der Geschichte zu nicht nur einer interessanten Wendung führt.

Insgesamt wird in den Andromeda-Bänden immer wieder sehr interessant beschrieben, wie es um das „Innenleben“ der einzelnen Figuren bestellt ist. So wirkt nicht nur ein 3000-jähriger Perry Rhodan plötzlich sehr menschlich, sondern insgesamt wird die Handlung dadurch auch aufgelockert und letztlich geschickt vorangetrieben. Und man fiebert so viel mehr mit, als wenn – wie manchmal leider in der Heftreihe – die Figuren sich gegenseitig einfach nur an die Gurgel gehen.

Der große Gegenspieler ist in diesem Fall zunächst der Kommandant eines der Kastuns (das sich praktischerweise durch einige Aufbauten am Schiff von den restlichen Teilen der Flotte unterscheidet), der sämtliche Übergriffe befehligt: Takegath, ein Cyborg, der auf den Leser – um es nett auszudrücken – leicht irre wirkt. Oder durchgeknallt. Eher beides. Nachdem ihm der kleine Kreuzer der Terraner kurz nach dem Durchbruch durch die mysteriöse Barriere entkommen kann (Ha! Terranische Wertarbeit!), nimmt er das wohl ein wenig sehr persönlich und möchte den guten Perry lieber heute als morgen umbringen. Auch gut, haben aber schon einige vor ihm versucht, von daher nicht wirklich was neues. Leider sind die Kastuns den Völkern Andromedas, und zugegeben auch der terranischen Wertarbeit, technisch haushoch überlegen. Außerdem hat keiner in Andromeda eine Ahnung was die Flotte bezweckt.

Ersteres Problem löst sich, nachdem Perrys Truppe bei einem Gefecht zwischen Kastuns und den nun mit den Terranern verbündeten Maahks ein paar Messungen anstellen und mit der Erkenntnis, dass die Schutzschirme der Kastuns mit einer bestimmten Schussfrequenz zusammenbrechen, zumindest zunächst für ein Chancengleichgewicht sorgen.

Ich möchte hier auch nicht allzusehr ins Detail gehen – nur soviel: Die Kastuns sind beiweitem nicht so einfach zu knacken, wie es bei diesem „Randgefecht“ den Anschein haben mag.

Perry und seine Verbündeten erfahren nach und nach immer mehr über die Eindringlinge der Andromeda-Galaxie, dabei scheinen sie aber zunächst immer mehr Rätsel offenzulegen, als Antworten zu finden. Was ist zum Beispiel der schwerelose Zug? Dieses Rätsel versuchen sie von einem scheinbar sicheren Sonnensystem aus zu lösen. Denn nicht ganz Andromeda ist belagert – ein kleines Dorf… äh Sonnensystem hält sich wacker. Nur halt nicht durch Zaubertrank, sondern durch den Nukleus, einen alten Bekannten Rhodans. Oder eher: 34 000 Bekannte, denn der Nukleus ist eine Art Superintelligenz in den Windeln, welcher aus 34 000 Monochrommutanten (oder eher deren Bewusstseinen) besteht. Bei ihm findet sich auch der Ursprung Kiriaades, was sie für Rhodan übrigens nicht weniger attraktiv macht. Gut zu wissen, dass der Terranische Resident zwas unsterblich ist, nicht aber blind…

Der Nukleus ist aber nicht allmächtig, im Gegenteil – er hat seine liebe Müh damit die paar Planeten aus dem Kriegsgeschehen herauszuhalten. Hilfe wird von den Sternenhorchern angeboten, einem Volk, welches aller Raumfahrt entsagt hat und sich nur noch auf ein philosophisches Dasein konzentriert. Interessant ist hierbei immer wieder der Blickwinkel auf die Technik und den technologischen Fortschritt – während wir uns im Moment nichts fantastischeres vorstellen können, als eine erneute Mondlandung oder gar eine Mission zum Mars, so ist für dieses Volk die Raumfahrt beinahe eine Art Schreckgespenst. Diese neuen Perspektiven auf unsere Verhaltens- oder Denkweisen mag ich so an den Perry Rhodan-Geschichten.

Im vorletzten Band Der Schattenspiegel kommt es zur ersten großen Konfrontation: Takegath, der Kommandant der Kastuns trifft nun auf unseren Perry – und beißt sich wahrlich die Zähne an ihm aus. Tja, Taki, unser Perry ist halt so leicht nicht unterzukriegen! Aber auch hier, Hut ab! Denn eigentlich müsste Perry ein absoluter Spannungskiller sein – schließlich kann man den Namensgeber der Serie ja schlecht umnieten oder? – aber die Autoren schaffen es immer wieder, trotz Perrys faktischer Unfähigkeit zu Sterben, die Handlung spannend bis zum Schluss zu gestalten. Und in diesem Falle ist mit dem Ende von Band 5 ja noch lange nicht Schluss!

Man merkt, ich möchte hier zu den Abschlussbänden nicht mehr wirklich was zur Handlung schreiben, das würde nur den ganzen Spaß vorwegnehmen. Nur so viel: Die Zeitstadt ist für Perry und seine Gefährten definitiv eine Herausforderung – und für Perry ganz besonders, da er noch eine folgenschwere Entscheidung zu treffen hat, die ihm, wie er sich auch entscheiden mag, noch lange im Magen liegen wird. Und da hat die Unsterblichkeit nun wirklich nichts Angenehmes mehr… Die Zeitstadt hält, wie der Name schon verrät, übrigens die geballten Hintergründe der Kastuns für den Leser bereit.

Die gesamte Geschichte rund um Andromeda und die Kastuns ist durchweg spannend – wenn ich persönlich jedoch finde, dass der letzte Band in Teilen besser in die ersten Bände hätte eingeflochten werden müssen. Dann hätte man das Tempo der vorherigen Bände besser aufrecht erhalten können und der Abschluss wäre „runder“ gewesen. Alles in allem war es aber ein wesentlich zufriedenstellenderes Ende als bei der Pan-Thau-Ra-Trilogie, die nun wirklich mehr als abrupt endete. Abrupt war das Ende zwar auch irgendwie, aber letztlich gefälliger und in sich geschlossener als bei meinem ersten Ausflug in die Heyne-Perry-Geschichten.

Jetzt werde ich mich wieder den Heften widmen, bei denen ich viel zu weit zurück hänge. Aufholen ist angesagt!

In diesem Sinne – ad astra!


Rezension Salzträume Bd. 2

Geschrieben wurde Salzträume Bd. 2 von Ju Honisch.

Ausgabe von 2009 / Erhalten März 2010/ Gelesen Mitte März 10 – Ende März 10

Für Fantasy-Einsteiger geeignet? Ja definitiv, allerdings sollte man mit Band 1 beginnen.

Der erste Satz…

“Vier Jäger waren seit der verangenen Nacht untrwegs, um ein Fey-Wesen zu fangen.

… macht da weiter, wo Band 1 aufgehört hat: Wie auch in Band 1 wird in verschiedenen Handlungssträngen erzählt, was die einzelnen Grüppchen der Charaktere erleben – von Corrisande und ihren Freundinnen, über Graf Arpad mit seiner ungewöhnlichen Begleitung bis hin zu Delacroix und seinem Freund McMullen. Peu à peu merkt man als Leser dann dabei, wie sich die Handlung immer weiter zuspitzt. Ich persönlich habe dabei zwar keine wirklichen „Herzstillstand-Spannungsmomente“ erlebt, jedoch war die Geschichte immer gleichbleibend fesselnd, dass selbst ohne solche „großen Kracher“ nie Langeweile aufkam.

Besonders schön fand ich, dass mich immer wieder unerwartete Wendungen im Verlauf des Geschehens überraschten, denn es gibt für mich nichts Schlimmeres als vorhersagbare Handlungsverläufe. Von daher möchte ich hier (wie auch schon bei den Rezensionen zu Das Obsidianherz und Salzträume Bd. 1) nichts weiter von der Handlung verraten.

Fazit zur gesamten Salzträume-Geschichte: Eine wunderschöne Geschichte, erfrischend anders als die Mainstream-Fantasy-Bücher, die im Moment die Regale füllen und die noch dazu im wahrsten Sinne des Wortes fantastisch erzählt wurde. Ich freue mich schon auf das neue Buch von Ju Honisch: Jenseits des Karussells (erscheint am 08.10.2010).

Cover:

(Quelle: Amazon.de)

Geschrieben wurde Salzträume Bd. 1 von Ju Honisch.

Ausgabe von 2009 / Erhalten Februar 2010/ Gelesen Ende Feb. 10 – Anfang März 10

Für Fantasy-Einsteiger geeignet? Ja definitiv, jedoch sollte man vorher schon Das Obsidianherz gelesen haben, da nahezu alle Charaktere dort schon vorkommen oder auf deren Vergangenheit aufbauen.

Der erste Satz…

“Professor Hardenburg war sich der moralischen Implikationen bewußt.”

… ist eigentlich gar nicht der erste Satz, denn: Der Nachfolger von „Das Obsidianherz“ beginnt eigentlich mit zwei Briefen als Prolog. Diese leiten eine neue Geschichte um den (inzwischen Ex-)Agenten Delacroix, seine Frau Corrisande und weitere bekannte Figuren aus Das Obsidianherz ein: Versteckt in den Bergen des Ausseer Landes soll mit Hilfe eines Magiers eine Waffe entwickelt werden, die jegliche Fey-Wesen a) vernichten soll und b) dabei auch noch als Kriegswaffe gegen andere Länder gerichtet werden kann.
Auf diese gefährlichen Machenschaften stoßen nun Delacroix und sein Freund, der Magier McMullen, als sie sich auf die Suche nach dessen verschwundenem Neffen begeben. Zeitgleich mit ihrem eigenen Verschwinden plagen nicht nur Corrisande merkwürdige Träume und so macht sich eine bunt gemischte Frauendreiergruppe auf den Weg, ihre Liebsten zu suchen und finden.

Fazit: Das Buch ist ebenso interessant geschrieben, wie schon der Vorgänger – und leider viel zu schnell zu Ende. Und man ahnt schon auf den letzten hundert Seiten, dass die Geschichte in diesem Buch unmöglich abgeschlossen werden kann. Von daher ist es von Vorteil, wenn man sich gleich beide Bände gekauft hat und schnell weiterlesen kann. – Übrigens: Gefiel schon Das Obsidianherz, dann kann man meiner Meinung nach bedenkenlos gleich beide Bücher auf einmal kaufen.

Cover:

(Quelle: Amazon.de)

Anmerkung 1: Dieses Buch habe ich als Freiexemplar bei Leserunden.de gewonnen und nahezu zeitgleich mit Das Obsidianherz gelesen. Die Leserunde wurde direkt von Ju Honisch begleitet und hat sehr viel Spaß gemacht. Leider habe ich durch viel Stress an der Uni nicht wirklich beim Lesen „mithalten“ können (mit den anderen Leserundenteilnehmern), sodass ich die Teilnahme an einer weiteren Leserunde erst einmal für mich ausschließen muss. Schade, war wirklich schön.

Anmerkung 2: Weiter geht es mit der Rezension zu Salzträume Bd. 2!

Geschrieben wurde “Das Obsidianherz” von Ju Honisch.

Ausgabe von 2008 / Erhalten Februar 2010/ Gelesen Mitte Feb . 10 – Ende Feb. 10

Für Fantasy-Einsteiger geeignet? Aber sicher doch! Vor allem für die, die gerne auch mal „unkonventionelle“ Fantasy-Geschichten lesen – in diesem Fall solche, die mit ein paar Agenten in geheimer Mission aufgepeppt wurden.

Der erste Satz…

“Fünf Männer saßen um den Tich, als seien sie nur zu einer Herrenrunde auf ein Gläschen Wein zusammengekommen.”

… führt uns in eine Zeit, die wir vermeintlich aus den Geschichtsbüchern zu kennen glauben: 1865, München. Der britische Agent Delacroix, dessen Vergangenheit noch eine nicht unwichtige Rolle spielen wird, hat den Auftrag ein magisches und mehr als gefährliches Manuskript sicher zu stellen. Dabei helfen sollen ihm ein Magier (denn in dieser Geschichte existiert Magie, auch wenn sie, so die Erklärung im Vorwort, ähnlich oft angesprochen wird, wie die Sexualität) und zwei bairische Offiziere. Das ganze wäre jedoch kein historischer Agenten-Fantasy-Mix, wenn nicht noch die Damenwelt ebenfalls eine Rolle spielen würde:

Die junge Miss Corrisande Jarrencourt, die ebenfalls noch einige (ihr unbekannte) Kellerleichen mit ins Spiel bringt, ist eigentlich nur auf der Suche nach einem ihrem Stand angemessenen Ehemann, wird jedoch in das Abenteuer des Agenten mit hineingezogen…

Die Nebenfiguren, mit all ihren Kanten und Ecken sind in dieser Story mehr als nur wohldosierte Gewürze. Ich sage nur: Endlich mal ein Vampir der NICHT glitzert!

Fazit: Eine rasante und erfrischend andere Fantasy-Geschichte, die nicht nur von dem Phantastischen lebt, sondern gerade durch den Mix aus Fantasy, Krimi, Verschwörung und natürlich auch einer knisternden Liebesgeschichte. Die Figuren sind so fantastisch (no pun intended!)  beschrieben, dass man sich gar nicht von ihnen verabschieden möchte. Muss man ja zum Glück auch nicht, denn die Fortsetzungsromane Salzträume I und Salzträume II sollte man sich besser gleich mitbestellen 😉

Cover:  (Quelle: Amazon.de)

Geschrieben wurde “Pan-Thau-Ra 3 – Die Quantenfestung” von Marc Hillefeld.

Ausgabe von 2006 / Erhalten Dezember 2009 / Gelesen Mitte Jan. 10 – Anfang Feb. 10

Für Perry-Einsteiger geeignet? Nur wenn die Teile eins und zwei auch gelesen wurden, ansonsten nicht. Das gilt aber auch für “eingefleischte” Perry-Fans.

Der erste Satz…

“Im Gegensatz zur Auffassung der meisten Menschen verläuft eine Raumschlacht alles andere als lautlos.”

… führt uns direkt mitten in das Geschehen: Perry ist in dieser Sequenz – wie auch in den folgenden, die an Bord eines der leitenden Loower-Schiffe spielen – Beobachter einer gigantischen Raumschlacht, in die er nicht eingreifen kann. Er ist „Gast“ eines der beiden Brüder und darf Fragen stellen – ob er Antworten bekommt ist jedoch fraglich.

Wieder gibt es verschiedene Ebenen: Perrys an Bord des Loower Schiffes, die Erlebnisse eines Biophoren – eines jener Wesen an Bord der Pan-Thau-Ra, welche die Loower so erbittert auszurotten versuchen. Dann ist da natürlich auch wieder die Handlungsebene von Gucky, der immer noch versucht Perry zu finden und zu retten. Und Bully spielt auch wieder eine große Rolle, ahnt er doch, dass die ganzen „kleineren“ Schlachten (wenn man hier von klein reden kann) nur Geplänkel in Vorbereitung auf die wirklich große „Endschlacht“ sind.

Diese will er verhindern, oder immerhin versuchen einzugreifen. Und dafür muss er natürlich den Ort kennen, an dem sie stattfinden soll. Um aber nicht die ganze Zeit tatenlos rumzustehen, macht er sich in einem kleinen Schiff auf die Suche nach Hinweisen über die Hintergründe der Loower-Schlacht sowie ihrer Technologie. Und natürlich hofft er auch auf Hinweise zu  Perrys Verbleib.

Gucky wird immer noch nicht schlau aus seiner Begleitung, stolpert aber von einer schwierigen Situation in die nächste, typisch Gucky halt. Herausfinden kann er dabei aber so einiges.

Herausfinden wollen auch einige Terraner was, die auf dem Loower-Planeten, der aus Band 2 bekannt ist, etwas seltsames gefunden haben und nun versuchen einen gewaltigen Schutzschirm zu knacken um die ganzen Fragen hoffentlich beantworten zu können, die dieses „Artefakt“ aufgibt.

Immer wieder wird jedoch auch eine Sequenz eingeschoben, die nicht so recht passen mag, kann man sie als Leser doch kaum einordnen. Es sind die Gedanken eines Wesens mit scheinbar sehr großer Macht, sehr großen Kräften. Wie sie mit all dem zusammenhängt kommt erst am Ende der Geschichte heraus.

Nicht nur dadurch ist das Buch – fast schon mehr als die vorhergehenden Bände – sehr spannungsgeladen und lässt einem als Leser kaum die Gelegenheit bei einer „ruhigen Stelle“ das Buch zuzuklappen um zumindest ein bisschen Schlaf zu bekommen…

Mich persönlich hat besonders die Geschichte der Biophoren fasziniert, da sie im Laufe der Zeit erkennen müssen, dass wenn sie sich nie wehren, ihre Kultur untergehen wird. Wenn sie sich aber wehren, brechen sie mit ebendieser Kultur, die nicht nur sehr friedlich ist, sondern das Leben als solches um jeden Preis schützt. Biophore sehen jedes Lebewesen als eine Tür in ein einzelnes Universum – eine Einstellung die mich sehr an Buddhisten erinnerte, und sehr beeindruckt hat. Auch wenn sie letztlich doch die Konfrontation suchten um ihr eigenes Leben – ihr eigenes Universum – zu retten.

Das Ende des Buches kam sehr plötzlich – und hat mir, wenn ich den Epilog mit bedenke, so gar nicht gefallen. Ohne Epilog war das Ende jedoch sehr schlüssig, gut geschrieben und spannend bis zur letzten Seite. Jeder muss jedoch selbst entscheiden, ob der Epilog was für ihn ist oder nicht.

Fazit zur Trilogie:
Nichts für Einsteiger, aber Nicht-mehr-so-ganz-Perry-Neulinge werden ihren Spaß haben, sofern sie Geschichten mögen, in denen Perry und co. vielleicht auch nur Randhauptfiguren sind. Auch sind die verschiedenen Handlungsstränge die noch dazu zu verschiedenen Zeiten spielen nicht jedermanns Sache, und immer neue Figuren in jedem einzelnen Band machen das Lesen bei den Übergängen zwischen den Büchern etwas anstrengend.

Cover:

(Quelle: Amazon.de)

Was lange währt, wird endlich gut… Oder so ähnlich. Nun folgt endlich Teil zwei der Rezensionsreihe zur Pan-Thau-Ra-Trilogie

Geschrieben wurde “Pan-Thau-Ra 2 – Die Trümmersphäre” von Andreas Brandhorst.

Ausgabe von 2005 / Erhalten Dezember 2009 / Gelesen Anfang Jan. 10 – Mitte Jan. 10

Für Perry-Einsteiger geeignet? Nur wenn das erste Buch auch gelesen wurde, ansonsten nicht. Das gilt aber auch für „eingefleischte“ Perry-Fans

Der erste Satz…

„>>Morgen um diese Zeit bist du tot.<<„

… führt uns direkt in eine bezaubernde Geschichte: Sie handelt von Karn-Terg, einem in misskredit gefallenen Loower, der vor der Einkehr der Loower ein Pilot war, nun aber als Strafe für ein Verbrechen zum Kinderwart wird und als solcher über den Nachwuchs der Loower zu wachen hat.

Dies ist einer der – wieder – vier Handlunsebenen, welche sich durch das gesamte Buch ziehen. In einer anderen Ebene begleitet man als Leser Gucky, welcher von Bull auf die Suche nach Perry geschickt wurde. Mit diesen beiden treibt man sich dann in den letzten beiden Handlungssträngen rum.

Auch dieser Teil der Trilogie fesselt – besonders durch die Erzählungen des Kinderwarts, die viel Licht ins Dunkel bringen, was die vermeintlich sinnlose Schlacht anbelangt. Er ist ein interessanter Charakter – vor allem die Wandlung, die er durchmacht, ist gut geschildert, wenn auch vielleicht ein wenig vorhersehbar. Ohne seine Geschichte würden die Hintergründe der ganzen Ereignisse nur „abgehandelt“ – so bekommen sie ein Gesicht, das einen mitfühlen lässt, sehr sogar.

Bullys Sorgen um seinen besten – und wahrlich ältesten – Freund sind ebenfalls nachvollziehbar, hinterlassen aber (jetzt aus der Entfernung gesprochen) nicht den gleichen intensiven Eindruck. Vermutlich, weil man als Leser ganz genau ahnt bzw. weiß, dass Perry doch wieder überleben wird. Das ist der Perry-eigene Spannungskiller um den alle Autoren irgendwie herumarbeiten müssen. Bedenkt man diesen Spannungskiller sind die jeweiligen Szenen jedoch gut geschrieben.

Gucky dagegen wirkt etwas blass, trotz der typisch frechen Sprüche. Aber man kann ja nicht alles haben, oder?

Perrys Erlebnisse geben dagegen einen klasse Einblick in die Hintergründe, hinter die er zumindest in Teilen kommt. Seine Erlebnisse sind der genaue Gegenpart zu den Erzählungen des Kinderwarts: Dessen Geschichte ist recht ruhig, Perrys Erlebnisse typisch actiongeladen. Doch genauso wenig wie die ruhigen Teile des Buches langweilig sind, erlebt Perry irgendwelche Gemetzel – viel mehr sind seine Erlebnisse von einer gewissen Schnelligkeit geprägt.

Insgesamt erahnt man im zweiten Teil der Trilogie schon eine Richtung bezüglich der Hintergründe des Bruderkrieges der Loower, wirklich alle Fragen sind jedoch nicht geklärt, vielmehr wurden neue Fragen aufgeworfen, die nun in Teil drei beantwortet werden müssen.

Cover:

(Quelle: Amazon.de)

So. Ich bin fertig mit der Pan-Thau-Ra Trilogie, und damit geht es nun los mit der Rezension zum ersten Teil:

Geschrieben wurde  „Pan-Thau-Ra 1 – Die Lebenskrieger“ von Frank Borsch, einem bekannten Science-Fiction Autoren.

Ausgabe von 2005 / Erhalten November 2009 / Gelesen Nov. 09 – Dez. 09

Für Perry-Einsteiger geeignet? Nur bedingt – Perry und seine Freunde kommen in diesem Buch recht kurz, die anderen Figuren stehen mehr im Vordergrund. Das zieht sich zum Teil auch durch die beiden anderen Bände der Trilogie. Empfehlen kann ich es jedoch denen, die sich schon ein wenig im Perryversum auskennen und vielleicht auch die Hefte bevorzugen, in denen Perry mal nicht vorkommt.

Der erste Satz…

Im Gegensatz zur Auffassung der meisten Menschen verläuft eine Raumschlacht alles andere als lautlos.

… leitet gleich ein in die Handlung um die sich alle drei Bände drehen: Den Kampf von Loowern gegen Loower.

Wie auch die folgenden Bände wird das Buch in mehreren Hanslungssträngen erzählt, was sehr interessant aber auch zunächst erst einmal verwirrend ist.

Handlungsstrang eins handelt von einer Loowerin, einer Soldatin, die mit ihrem Trupp helfen soll, die Pan-Thau-Ra – ein mondgroßes Raumschiff – in die Gewalt der Loower zu bringen. Es wird gut beschrieben welche Eindrücke der Krieg bei ihr hinterlässt und es kommt dabei sehr stark heraus, wie sich ihr Charakter je länger die Kämpfe dauern immer weiter verändert. Vor allem ist interessant, wie sich die Gruppendynamik innerhalb der Neunergruppe (Loower sind der Ansicht die Zahl 9 bringt Glück und bauen sie überall ein) wandelt. Wie zunächst alle unsicher sind, wie ein einfacher Söldner der schon viele Schlachten erlebt hat scheinbar das Kommando übernimmt obwohl er nicht Kommandant ist. Und wie schließlich einige Verluste in der Gruppe dazu führen, dass der eigentliche Truppführer seine Soldaten schikaniert, diese sich aber entgegen aller Differenzen gegen ihn zusammen schließen.

Ein zweiter Handlungsstrang lässt den Leser am Verhör von Yun teilhaben, einem früheren Bewohner des Planeten Snowflake, welcher von den Loowern zerstört wurde. Er wird von einem Terraner verhört, wobei heraus kommt, dass Perry Rhodan wohl bei der Schlacht um Snowflake ums Leben kam. Ein Freund von Yun wiederum soll daran schuld sein, dass Perry überhaupt in die Schlacht eingriff.

Perry Rhodan tot? Schon im ersten Buch? Natürlich nicht – das ist wohl jedem Leser klar, der sich schon mal ein bisschen im Perryversum herumgetrieben hat. Was wäre schließlich die Reihe ohne die zentrale Hauptfigur? Perry ist aber dennoch mal wieder verschwunden, was Handlungsebene Nummer vier ein wenig wirr erscheinen lässt, aber dazu gleich.

Handlungsebene drei hat nämlich augenscheinlich erst einmal nichts mit Perry oder den Loowern zu tun. Es geht um Oxtorne, den Heimatplaneten der Oxtorner, welche sozusagen Übermenschen sind. Sie sind stärker, schneller, wiederstandskräftiger als normale Menschen – und daher auch um vieles leichtsinniger. Wer immer schon mal das Gedankenspiel „Was wäre wenn Menschen mehr aushalten würden“ durchspielen wollte, kann sich hier austoben. Genau das wird hier nebenbei sehr interessant rübergebracht. Was haben die starken Jungs und Mädels nun aber mit den Loowern oder Perry zu tun?

Ganz einfach – direkt auf ihren Planeten zu kamen die Loowerschiffe. Die Oxtorner, die ja nie eine Gelegenheit zum Kräftemessen einfach so ziehen lassen, haben sich fix in ihre Raumschiffe geschwungen um die Loower zur Rede zu stellen. Mitten unter ihnen übrigens der terranische Botschafter, der sich – man kann es ihm kaum verübeln – nicht gerade unverwundbar fühlt. Die Konfrontation zwischen Oxtornern und Loowern hält übrigens nur ein Mann auf. Und wer könnte das sein, wenn nicht der Terranische Resident Perry Rhodan persönlich? Womit wir bei Handlungsebene 4 wären.

Jaja… der Junge hängt sich überall mit rein.

Also – Verwirrung beim Leser: Handlungsstrang zwei erzählt, Perry sei tot, aber bei drei und vier lebt er noch? Ja genau: Das Verhör von Yun spielt sozusagen in der Zukunft (was in einem Science Fiction Roman nicht ohne eine gewisse Ironie daherkommt). Hat man den Dreh bei den vier verschiedenen Ebenen ersteinmal raus, dann liest sich das Buch sehr rasant. Auch wenn der ein oder andere Perry-Fan anmerken mag, Perry käme etwas kurz. Das stimmt zwar, dafür entschädigen aber die anderen Charaktere. Und ganz bleibt das typische Geplänkel zwischen Bully und Perry nicht aus – der Kaffee hat bei mir übrigens zu mehreren Lachkrämpfen geführt:

Als kleiner Running-Gag wird nämlich (in allen drei Bänden – klasse gemacht!) immer wieder darauf hingewiesen, dass Kaffee gerade auf Terra mal so gar nicht Mode ist, unsere guten Unsterblichen das aber kaum aushalten. Verständlich – wer würde heute schon auch nur einen Tag ohne Kaffee aushalten? Wir Studenten jedenfalls nicht. Daher wird immer mal wieder in einem Nebensatz erwähnt, dass Bully sich auf Kaffeejagd in diversen Raumschiffslagern begibt, oder dass z.B. der Kaffee während einer erhitzten Diskussion kalt wird. Meine Mutter hat es übrigens mehrmals geschafft, mich während so einer Stelle im Buch zu fragen: „Möchtest du einen Kaffee?“ Lachkrämpfe also inklusive!

Und das nicht nur wegen des Kaffee-Gags. Auch das Verhör von Yun, bei dem wahrlich Kulturen aufeinander prallen ist teilweise sehr lustig. Allein schon weil sämtliche unserer Redewendungen an die Schneekultur des Planeten Snowflake angepasst wurden. Von daher – sehr „frostig“ zu lesen 😉

Nachdenklicher wird man bei den Erzählungen der Loowerin aus der Pan-Thau-Ra. Durch ihre Eindrücke und Erlebnisse wird klar, wie besessen die Loower von einem „Krieg für das Leben“ sind. Töten für das Leben. Zynischer geht es kaum. Akueller wohl auch nicht – auch wenn die Bücher schon ein paar Jahre alt sind.

Es ist also ein rundum klasse Buch – fängt spannend an, hört spannend auf, macht nachdenklich und lädt zum Lachen ein – so muss ein richtiger Perry sein! Nur halt mal in Buchform 😉 Die anfängliche Verwirrung sorgte bei mir eher für Neugier, daher gibt es da keine Minuspunkte.

Cover:

Pan-Thau-Ra 1. Die Lebenskrieger. Perry Rhodan-Roman

(Inzwischen scheinbar nicht mehr einzeln erhältlich, sondern nur noch in der „3 in 1“-Version, Quelle: Amazon.de)

Ein frohes Neues Jahr euch allen! Auf dass immer genügend Lesestoff vorhanden ist 😉

Ich habe das neue Jahr lesetechnisch definitiv mit einer Verbesserung begonnen:

Nichts für ungut aber das letzte Heft, welches ich von der Perry Rhodan-Erstauflage in den Händen hielt („Operation Hathorjan“ von Rainer Castor) war definitiv nichts für mich.

 

Es reihten sich Zahlenkolonnen aneinander, in denen beschrieben wurde, welcher Planet in welchem System in welcher Galaxie wieviele Lichtjahre von der Erde entfernt ist und in welchem Bereich dieser denn in der Milchstraße liegt. Das Ganze wurde dann garniert mit Angaben zu Geschwindigkeitsmöglichkeiten, vielen fiktiven Fachbegriffen und zur Abwechslung noch einigen Zahlen. Eine Handlung war für mich kaum zu erkennen – kaum dass man mal dachte, man könne einfach mal lesen (ohne sich durch Zahlen zu quälen) – schon folgte die nächste Kolonne. Schade eigentlich – war es doch mein erstes Heft, in dem Atlan vorkam…

Die Verbesserung ist jetzt eindeutig eingetreten, als ich nach ca. 45 von 59 Heftromanseiten beschloss zum ersten Mal in meiner Perry-Geschichte zu kapitulieren: Ich nahm das nächste Heft zur Hand (man merkt, ich bin im Rückstand, denn während ich bei Heft 2516 bin, bewegen sich die meisten Figuren im Heft 2524). Das nennt sich „Die Tauben von Thirdal“ und wurde von Leo Lukas geschrieben. Nicht nur meine Lieblingsfigur Gucky hat endlich einen großen Auftritt – nein auch Zahlen finden sich größtenteils nur in Form von Seitenzahlen. Damit kann ich leben.

Noch bin ich nicht weit gekommen – aber das Cover sieht schonmal vielversprechend aus. Und ich glaube kaum, dass mit „Tauben“ in Thirdal die Vogelarten gemeint sind – zumal auf dem Cover eher schwarze Schmetterlinge flattern. Mal sehen wie das ausgeht. Werde berichten.

Estel